Mann denkt intenstiv nach

Wie bemerke ich einen hohen Cholesterinspiegel?

Erhöhte Cholesterinwerte sind symptomlos und werden von Betroffenen nicht wahrgenommen. Es kann also sehr gut möglich sein, dass man keine offensichtlichen Veränderungen des Wohlbefindens feststellt. Die Werte von Cholesterin und Triglycerid können nur im Blut bestimmt werden. Das heisst, dass hohe Blutfettwerte nur durch Blutuntersuchungen auffallen, oder wenn beispielsweise bereits ein Herzinfarkt stattgefunden hat. Aus diesem Grund veranlasst der Arzt bei Verdacht möglicherweise Zusatzuntersuchungen des Blutes und der Blutgefässe.

Ein gesunder Mensch kann einen leicht erhöhten Cholesterinspiegel relativ gut verkraften. Es wird aber dennoch empfohlen, den Cholesterinwert im Durchschnitt ab 45 Jahren zirka alle fünf Jahre messen zu lassen. Wenn nahe Verwandte vor dem 60. Lebensjahr einen Herzinfarkt, einen Hirnschlag oder Gefässverschlüsse erlitten haben, empfiehlt die aktuelle Literatur Messungen des Cholesterinspiegels bereits deutlich früher. Menschen mit Risikofaktoren oder einflussreichen Erkrankungen sollten die Häufigkeit der Cholesterinmessung mit ihrem Arzt besprechen. Dabei gilt: Seniorinnen und Senioren haben grundsätzlich immer etwas höhere Werte als jüngere Menschen.

Hohes Cholesterin hat vielfältige Ursachen

Mehr als die Hälfte des Cholesterins wird von unserem Körper selbst produziert (ca. 60 bis 75%). Der Rest wird mit der Nahrung aufgenommen. Wenn der Körper die damit verbundenen Regulationsmechanismen nicht mehr richtig ausführen kann, entstehen hohe Cholesterinwerte. Meistens hat erhöhtes Cholesterin mehrere Ursachen.

In der Medizin unterscheidet man daher zwischen folgenden Erscheinungsformen:

Reaktiv-physiologisch bedingte Hypercholesterinämie

Sind vorrübergehend eine ungünstige Ernährungs- und Lebensweise die Ursache für hohe Cholesterinwerte, spricht man von einer sogenannten reaktiv-physiologischen Hypercholesterinämie. In diesem Fall kann ein verbesserter Ernährungs- und Lebensstil die Cholesterinwerte deutlich senken.

Primäre Hypercholesterinämie

Eine Hypercholesterinämie kann aber auch rein erbliche Ursachen haben. In diesem Fall liegt eine primäre Hypercholesterinämie vor. Das heisst, das Cholesterin ist aufgrund einer genetischen Ursache hoch – egal ob die Betroffenen ansonsten gesund sind, einen gesunden Lebensstil pflegen oder auf eine ausgewogene Ernährung achten. Zur Gruppe der primären Hypercholesterinämie gehört auch die familiäre Hypercholesterinämie. Bei der familiären Hypercholesterinämie ist der Abbau des LDL-Cholesterins gestört. Wie stark die familiäre Hypercholesterinämie ausgeprägt ist, hängt davon ab, ob nur ein oder beide Elternteile Träger dieses Erbmaterials sind.

Sekundäre Hypercholesterinämie

Wenn Übergewicht, Medikamente oder andere Erkrankungen (wie z.B. eine Nieren- oder eine Schilddrüsenerkrankung) die Ursache für die hohen Cholesterinwerte sind, spricht man von einer sekundären Hypercholesterinämie. Auch während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren kann bei entsprechender Veranlagung eine sekundäre Hypercholesterinämie entstehen.

Mischformen

Mischformen können gleichzeitig erbliche und krankheitsbedingte sowie reaktiv-physiologische Gründe (u. a. ungünstige Ernährungsgewohnheiten) haben. Mehrere Risikofaktoren, beispielsweise bestimmte Medikamente und Übergewicht, können auch ohne erbliche Einflüsse die Entstehung eines hohen Cholesterinspiegels mitbeeinflussen.

Fest steht: Ein gesunder Lebensstil und eine ausgewogene Ernährung beeinflussen trotz erblicher Vorbelastung unseren Cholesterinspiegel sowie auch unser Herz-Kreislaufsystem positiv. In der Regel kann ein verbesserter Lebens- und Ernährungsstil den Wert des LDL-Cholesterins um bis zu 10% senken. Je nach Ursache und Höhe des Ausgangswerts reicht eine solche Verbesserung alleine jedoch nicht aus, um das Cholesterin wie gewünscht zu senken und/oder das individuelle Risikoprofil zu reduzieren. In diesem Fall entscheidet der Arzt über die weiteren Therapieschritte und allenfalls über eine mögliche Einnahme eines Medikaments. Ein verbesserter Lebens- und Ernährungsstil ist also ein Teil eines individuellen, ärztlich verordneten Therapiekonzeptes – und dieses schliesst bei Bedarf eine medikamentöse Therapie keinesfalls aus.

4 Kommentare
    • Emmi Benecol
      Emmi Benecol sagte:

      Grüezi Frau Imhof
      Vielen Dank für Ihre Nachricht. Das freut uns sehr und wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen mit Emmi Benecol.
      Ihr Emmi Benecol-Team

  1. margareta süess sagte:

    nach meinem herzinfarkt musste ich cholesterieabletten nehmen alle varianten habe ich ausprobiert die tabletten erhöhten mein gewicht .seit 3jahren nehme ich anstelle von tabletten benrcol lm märz 2018 musste ich zur blutabnahme und siehe da keine verschlechterung des cholesteriens ich kann benecol nur weiter entfehlen

    Antworten
    • Emmi Benecol
      Emmi Benecol sagte:

      Guten Tag Frau Süess
      Vielen Dank für Ihre Nachricht, das freut uns sehr zu hören.
      Wir wünschen Ihn weiterhin alles Gute und viel Erfolg mit Benecol.
      Ihr Emmi Benecol Team

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