Benecol Stage Ursachen erhoehte Cholesterinwerte

Ursachen für erhöhte Cholesterinwerte

Mehr als die Hälfte des Cholesterins, etwa 60 bis 75 Prozent, wird von unserem Körper selbst produziert. Der Rest wird mit der Nahrung aufgenommen. Wenn die damit verbundenen Regulationsmechanismen des Körpers nicht mehr richtig funktionieren, entstehen je nach Veranlagung hohe Cholesterinwerte.  Die Medizin spricht dann von einer Hypercholesterinämie und unterscheidet zwischen zwei Erscheinungsformen. Diese können auch als Mischformen auftreten und haben unterschiedliche Ursachen.

Primäre Hypercholesterinämie
Bei einer primären Hypercholesterinämie liegt eine erbliche Veranlagung für hohe LDL-Cholesterinwerte vor, wie z. B. bei der familiären Hypercholesterinämie. Das heisst, der Cholesterinspiegel ist aufgrund einer genetischen Ursache erhöht. Bei dieser Form der Hypercholesterinämie ist der Regulationsmechanismus des LDL-Cholesterins gestört.

Sekundäre Hypercholesterinämie
Bei dieser Form sind andere Grunderkrankungen, Risikofaktoren und Verhaltensweisen für die hohen Cholesterinwerte verantwortlich. Dazu zählen u. a. Übergewicht, Schilddrüsenunterfunktion, Medikamente, Bewegungsmangel und/oder eine ungesunde Ernährungsweise. 

Mischform aus primärer und sekundärer Hypercholesterinämie
Mischformen können gleichzeitig genetische und krankheitsbedingte sowie reaktiv-physiologische Gründe (u. a. ungünstige Ernährungsgewohnheiten) haben. Genetische Veranlagung, Begleiterkrankungen und der Lebensstil verstärken sich hier oft gegenseitig und erfordern eine kombinierte, individuell zugeschnittene Therapie.

Die gute Nachricht: Sie können etwas unternehmen.

Ein gesunder Lebensstil und eine ausgewogene Ernährung beeinflussen unseren Cholesterinspiegel und unser Herz-Kreislauf-System positiv – selbst bei erblicher Vorbelastung.

In der Regel können Sie Ihren LDL-Cholesterinwert mit einem verbesserten Lebens- und Ernährungsstil um bis zu 10 Prozent senken. Dies gilt insbesondere bei einem zu hohen LDL-Wert. Je nach Ursache und Ausgangswert reicht eine solche Verbesserung jedoch nicht immer aus, um das Cholesterin ausreichend zu senken und/oder das individuelle Risikoprofil zu reduzieren.

Die Ärztin oder der Arzt entscheidet dann über die weitere Behandlung und ob Medikamente eingenommen werden sollen. Ein verbesserter Lebens- und Ernährungsstil ist also Teil eines individuellen, ärztlich verordneten Therapiekonzepts und schliesst bei Bedarf eine medikamentöse Therapie keinesfalls aus.